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41

Montag, 15. September 2008, 08:27

ich bin doch aber so neugierig und ungeduldig *lach*
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puck

Rhonokaloke

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42

Montag, 15. September 2008, 10:28

Jaja. Geduld ist eine Tugend, nicht wahr? :D
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43

Montag, 15. September 2008, 10:48

Ich kann doch nicht alle Tugenden haben die es gibt. :D Naja und meine ganze Geduld geht ja schon fürs Dragosien drauf. 8)
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dragorius

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44

Montag, 15. September 2008, 14:44

hey Puck, hoffe du kommst schnell mit der Geschichte weiter, freu mich auf die Fortsetzung der story :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
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Stread

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45

Montag, 15. September 2008, 18:57

Geduld ist eine Tugend die nicht jeder zugleichen teilen bekommt ^^

46

Montag, 15. September 2008, 19:34

Hast du sie denn Stread? :P

Stread

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47

Montag, 15. September 2008, 19:40

Ich würde sagen machmal ja aber nicht immer :D

48

Montag, 15. September 2008, 20:12

Ich ahbe auch Geduld und zwar ne Menge bloss die geht immer für soviele Sachen schon drauf. 8)
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49

Montag, 15. September 2008, 20:30

Teilweise weiß ich auch für was :whistling:

puck

Rhonokaloke

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50

Montag, 15. September 2008, 20:32

*mal mit der fliegenklatsche herum wedelt* psst. kusch! spamt wo anders herum!


...sowas...neeneenee
man is auch wirklich nirgends vor euch sicher ôo


:rolleyes:
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51

Montag, 15. September 2008, 20:41

Du machst aber Lustig mit puck *duck und weg*

52

Dienstag, 16. September 2008, 08:05

Tja Puck du musst einfach schneller die Kapitel hier reinsetzen dann sind wir erstmal mit lesen beschäftigt. :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
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Stread

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53

Dienstag, 16. September 2008, 13:44

Also halt dich ran :D

waldnymphe

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54

Dienstag, 16. September 2008, 21:49

ja, mehr mehr mehr!
geduld ist eine tugend, die ich zumeist nicht besitze!
finde die story bis jetzt sehr spannend. der jacc ist derselbe aus dem prolog oder?
vor- oder rückblende?
meine und ich freuen uns über jeden besuch
waldnymphe

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55

Dienstag, 16. September 2008, 21:54

Zitat

Am nächsten Tag war dieser vorgezogene Test das Gespräch der Schule. Doch man merkte ihm kaum an, wie aufgeregt er in Wirklichkeit war. Stattdessen scherzte er mit seinen Freunden, wie als wenn dies nichts als ein Gerücht wäre.


nur eine kleinigkeit: Am nächsten Tag war dieser vorgezogene Test das Gespräch der gesamten Schule. Doch man merkte Tan kaum an, wie aufgeregt er in Wirklichkeit war. Er scherzte mit seinen Freunden, als wenn dies nichts anderes als ein bloßes Gerücht wäre.
irgendwie so, die zwei sätze sind nicht so ganz stimmig udn es heißt "als wenn", das wie kannst du weglassen, hört sich sonst zu umgangssprachlich an.

achja, und die schule braucht unbedingt einen gut klingenden namen, schule klingt so langweilig. aber im namen ausdenken, bin ich leider eine niete. :S
(vielleicht daccarnesium *zwinker*)
meine und ich freuen uns über jeden besuch
waldnymphe

puck

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56

Dienstag, 16. September 2008, 23:44

Naja. Die schule kommt in der ganzen Geschichte nur ein einziges mal vor.
Und wenn ich hier die Möglichkeit hätte, das CS-Universum breit zu treten, dann würde den Leser hier auch sehr schnell auffallen, dass es in der Schule auch "normalen" Unterricht gibt, für jene, die keine Daccar werden wollen/können/dürfen.
Denn es gibt ja nicht nur Daccar in dieser Welt. Deswegen hat die Schule auch keinen Namen.
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57

Mittwoch, 17. September 2008, 02:22

Kapitel 3

Im inneren der Höhle setzte sich Jacc auf eine mit einem Fell bedeckte, steinerne Sitzfläche, die als Fels aus der Wand herausragte. Tan sah sich interessiert in der Höhle um. Im ersten Augenblick wirkte sie wie eine kleine Tropfsteinhöhle. Gelegentlich tropften ein paar Wassertropfen am Rand des leicht ovalen Raumes zu Boden, wo sich kleinere Pfützen gebildet hatten. Auf dem Boden lagen verschieden große Stofffetzen und Felle, die scheinbar Teppiche ersetzen sollten. An der Wand, an der Jacc nun saß und Tan musterte, standen noch ein kleiner ein Meter hoher, alter Schrank, der, wie Tan fand, hier irgendwie nicht rein passte und eine also Holzwanne, in welcher, wie er sah, ein paar Teller und Becher gestapelt waren. Von diesem Raum führten mehrere kleinere Durchgänge in das innere der Höhle. Dort schimmerten aus manchen kleine Lichtquellen hervor, die, wie er annahm, von brennenden Fackeln stammten.
Als er wieder zu Jacc schaute, musterte dieser ihn immer noch. Doch dann schüttelte der Mann plötzlich leicht mit seinem Kopf. „Also. Wenn du mit diesen Sachen herumreisen willst, viel Spaß. Aber angenehm wird das sicher nicht“ Er stand auf, trat auf ihn zu und ließ den Stoff von Tans Kleidung zwischen seinen Daumen und Zeigefinger gleiten. „Die reichen höchstens für das Training. Danach brauchst du ganz sicher neue Klamotten! Aber bis dahin werden sie wohl genügen.“ Dann trat er wieder einen Schritt nach hinten und betrachtete Tan weiter. „Außerdem ... ich möchte ja nicht unverschämt wirken, aber du solltest mehr Sport machen. Als Daccar braucht man eine gute Kondition!“
Verlegen legte Tan seine rechte Hand auf seinen Bauch, der ein wenig gewölbt war. Dann sah er mit trotzigem Blick zu Jacc. „Aber ich bin gut im Sport. Bei hundert Meter war ich der zweitschnellste.“
„Ja natürlich. Das mag ja sein, aber dieselbe Geschwindigkeit kannst du sicher nicht zweitausend Meter oder mehr aushalten, oder?“
„Nee. Wer soll das denn bitte können?“
„Ein guter Daccar. Denn es ist nicht immer so einfach, einfach mal ein paar Drachen gegeneinander kämpfen zu lassen, um sich dann Daccar nennen zu können. Als Daccar kommt man sehr viel öfter zum Zug, als ein Drache. Außerdem gibt es Techniken, wo Drache und Daccar zusammen kämpfen müssen. Wenn dann einer zu langsam ist, hat man schon verloren. Das merken sich die Drachen und stellen sich mit dem Daccar auf die gleiche Stufe. Dadurch können diese besser, aber auch schlechter werden.“
„Ist das wirklich so kompliziert? Unsere Lehrer haben nie erwähnt, dass es so schwer is.“
„Die können auch nicht wissen, was ein Daccar alles machen muss, da sie nie Daccar waren. Sie stellen sich meist in ihren Phantasien vor, wie Daccar sind, kombinieren dies mit den Dingen, die in den Lehrbüchern stehen und geben das dann an euch weiter.“
„Machen sie das, damit mehr Kinder Daccar werden wollen?“
„Das ist auch ein Grund. Einer von vielen.“ Jacc setzte sich wieder und griff rechts von sich in eine Schublade des Schränkchens und beförderte ein kleines Heft heraus. „Aber genug geschwatzt. Wir werden jetzt anfangen, dich zu trainieren. Ansonsten hast du keine Chance beim Turnier.“ Er notierte etwas ins Heft und schaute dann wieder zu Tan. „Während des Trainings wirst du vorerst nicht mit Dagôn, sondern mit Cergis, einem anderen Drachen arbeiten. Er ist etwa doppelt so alt, wie Dagôn und war schon einmal in Gesellschaft eines Daccar. Deshalb bitte ich dich, ihm etwas Respekt zu schenken.“ Jacc griff wieder in die Schubladen und holte dort eine grau schimmernde Perle heraus. Als er sie Tan hinhielt, zögerte dieser.
„Wieso darf ich nicht mit Dagôn trainieren?“
„Weil wir dich noch zu wenig kennen. Es mag ja sein, dass du ihm helfen möchtest. Aber um wirklich gut mit ihm zusammen arbeiten zu können, müsst ihr euch erst gut genug kennen. Deswegen wird dir Dagôn bei deinem Training höchstens zuschauen. Cergis ist ein guter Freund von mir. Und wie du siehst, leuchtet seine Perle schon etwas grau. Er kann daher schon besser mit dir umgehen, als Dagôn, da er bereits Erfahrung besitzt.“ Jacc stand wieder auf und forderte Tan mit einer Handbewegung auf, ihm zu folgen. Am Höhleneingang blieb er stehen und zeigte auf zwei Holzeimer. „Das erste, was du zu erledigen hast, ist, Wasser vom Fluss zu holen. Er befindet sich unten am Berg.“
„Was?“ Tan sah ihn mit großen, erschrockenen Augen an. "Das ist doch verrückt! Gibt es hier keine Wasserleitung?“
„Was glaubst du, wo du bist? Wir sind hier mitten im Gebirge. Also wird es hier sicher keine Wasserleitungen geben! Hier muss man jeden Tag den Berg herunter und wieder hoch. Ansonsten durstet man hier. Und nun mach dich auf den Weg! Und du solltest dich beeilen. In drei Stunden gibt es Essen. Wenn du bis dahin noch nicht wieder hier bist, bekommst du nichts!“
Tan sah vom Rande des Plateaus nach unten und blickte dann wieder zu Jacc „Das ist doch verrückt! Das schafft man doch nie.“
„Ich schaffe es. Du solltest dich beeilen! Die Zeit läuft!“ Damit verschwand er wieder in der Höhle.
Schnaubend schnappte sich Tan die beiden Eimer und begann, den Berg hinab zusteigen.

Obwohl er erst die Hälfte des Hinweges geschafft hatte, war schon mehr als eine Stunde vorbei, denn der Weg, den Tan gewählt hatte, erwies sich als schwierig und rutschig. Er musste bei jedem seiner Schritte aufpassen, dass er nicht das Gleichgewicht verlor und dadurch bis nach unten rollen würde.
„Das schafft man doch niemals!“ schrie Tan plötzlich hoch zur Höhle. „Die drei Stunden braucht man doch schon allein für den Hinweg!“ Im inneren hoffend, dass dieser alte Halbdrache am Rande des Plateaus erschien und ihm helfend entgegen kommen würde, sah er noch ein paar Sekunden nach oben, seufzte dann und wollte weitergehen, als er plötzlich den Halt unter den Füßen verlor und ein paar Meter Bergab rollte. Fluchend stand er wieder auf und besah die Schrammen, die er sich dadurch eingefangen hatte. Dann suchte er nach den Eimern, die nur wenige Schritte unterhalb von ihm lagen. Er hob sie wieder auf und lief vorsichtig weiter.
Nach einer halben Stunde war er an einem kleinen Bach angekommen, welcher sich spielend um die verwitterten Steine und Felsen schlängelte, um den kürzesten weg nach unten zu suchen. Erschöpft ließ Tan sich in das Wasser fallen und schluckte etwas vom angenehmen kühlen Nass. Dann sah er wieder hoch zur Höhle und rappelte sich auf. Schnell füllte er die Eimer voll Wasser und suchte sich einen stärkeren Ast, um sie auf seiner Schulter balancieren zu können. Als er keinen fand, hob er die beiden vollen Eimer fluchend hoch und machte sich langsam auf den Rückweg.
Doch auch rück zu hatte er nicht viel Glück. Er hatte sich einen anderen Weg gesucht, aber kam so einem Vogelnest zu nah. Sofort wurde er von den beiden erwachsenen Tieren angegriffen, wodurch Tan fast wieder sein Gleichgewicht verlor. Im letzten Moment konnte er sich aber wieder fangen. Dadurch hatte er aber einen der Eimer fallen lassen und vom anderen fast die Hälfte des Inhaltes verloren.
„Verflucht!“ schrie Tan wütend, ging dann aber mit den beiden Eimern wieder zurück, um neues Wasser zu holen.

Nach fast fünf Stunden, die ihm wie eine Ewigkeit vorkamen, kam Tan endlich triefendnass und vollkommen erschöpft am Höhleneingang an.
„Hast du unterwegs ein Picknick gemacht?“ fragte Jacc grinsend.
„Nein!“ antwortete Tan ihm mit wütendem Blick und grummelnder Stimme. „Aber dafür hat ich ein kleines Treffen mit einer Vogelfamilie gehabt. Aber anscheint waren die genau so wenig davon begeistert, wie ich.“
„Du hast dir ja auch vollkommen unpassierbare Wege gesucht. Es gibt tausende, die einfacher sind, aber du nimmst ausgerechnet diese beiden. Du musst ja ein sehr gutes Händchen dafür haben.“
„Haha.“ Tan zog eine abfällige Grimasse zu diesem Kommentar und stellte dann die beiden Eimer vorsichtig in eine Ecke des Höhleneinganges.
„Da können wir ja jetzt endlich mit den richtigen Training anfangen.“ sagte Jacc gelassen. „Los! Es wartet noch eine ganze Menge auf uns.“
Tan sah ihn an, als wenn der Halbdrache ihn nur veralbern würde. „Aha. Und was war das hier da bisher?“ Dabei zeigte er auf die beiden Eimer, die neben ihm auf dem Boden standen.
„Wasser holen. Was denkst denn du? Das brauchen wie später noch.“
Tan schüttelte sich, als wenn ihm ein Schauer über den Rücken gelaufen wäre. „Das ist doch Quälerei!“
„Hahaha. Wenn du das schon Quälerei nennst, dann bin ich ja mal gespannt, wie du die nächsten Tage nennen wirst.“ Er griff mit der linken Hand nach zwei Stäben und ein paar Tüchern, die auf dem Schränkchen lagen, legte dann seine rechte Hand grinsend auf Tans Schulter und deutete mit einem leichten Kopfnicken nach draußen und zog ihn leicht in die vorgegebene Richtung. „Los. Komm mit! Und nimm einen der Eimer mit!“
Außerhalb der Höhle liefen Jacc und Tan an der linken Seite des Plateaus entlang, bis sie einen kleinen Pfad erreichten. „Diesen hier werden wir in der nächsten Zeit öfters brauchen. Deswegen solltest du ihn dir gut einprägen. Nicht immer wird es so hell sein, wie jetzt!“
Tan sah zum Himmel und dachte wieder, Jacc wolle ihn nur veralbern, da es indessen schon ein paar Stunden nach Sonnenuntergang war und man die Konturen des wegen nur durch das wenige Licht der beiden Monde sah, die sich bereits leuchtend am nächtlichen Himmel breit gemacht hatten. Seufzend senkte Tan seine Schultern und folgte seinem neuen Lehrer schweigend.
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58

Mittwoch, 17. September 2008, 02:24

Die beiden waren schon über eine Stunde im Gänsemarsch gelaufen, ohne ein Wort miteinander zu wechseln. Gelegentlich hatte Tan Probleme, Jacc zu folgen, da der Weg entweder sehr eng war und er sich an den Felswänden festklammernd langsam vorwärts schieben musste, oder der Boden unter seinen Füßen noch vom letzten Regen rutschig war. Erst, als der Weg breiter wurde, drehte sich Jacc um.
„Verstehst du nun? Dieser Weg ist zu so einer Zeit eigentlich unpassierbar. Zudem gibt es hier im Sommer ziemlich viele Lawinen, die den Weg versperren könnten. Solltest du also mal mitten in der Nacht hier lang gehen müssen und merken, dass der Weg anders ist, als du ihn kennst, solltest du umkehren! Egal, wie dringend der Grund ist.“
Tan nickte stumm. Er hatte verstanden.
„Komm jetzt. Erzähl mir ein wenig über dich. Ab hier ist es sicher.“

Als sie etwa wieder eine Stunde gelaufen waren, kamen sie auf einem Plateau an, dass mindestens dreimal so groß war, wie das, wo Jacc seine Höhle hatte. Es war zum größten Teil von steil aufragenden Felswänden umrundet. Der Rest führte geradewegs in eine tiefe Schlucht, deren Boden man nur ahnen konnte.
Jacc ließ die Stäbe und Tücher am Rande der Felswände fallen und klatschte dann aufmunternd in seine Hände. „Hier wirst du ab jetzt trainieren. Das heißt, sprinten, dauerlaufen, Springen, kämpfen, et cetera. Aber denke nicht, dass du sofort kämpfen darfst. Laut dem, was du mir erzählt hast, bist du zwar ein guter Kämpfer, aber das ist nicht das Einzige, was in einem richtigen Kampf zählt. Du wirst damit anfangen, dass du fünfzehn Runden um dieses Plateau rennst, ohne einmal anzuhalten. Wenn doch, kommt die Anzahl derer, die du noch vor dir hast, dazu!“
Jacc ging zur Seite und setzt sich an den Rand des nächsten Felsens. „Na los! Worauf wartest du?“
Tan schaute Jacc verwirrt an. „Ich soll fünfzehn Runden laufen? Um dieses Riesen Teil?“
„Du hast es erfasst!“
Tan schüttelte ungläubig mit seinem Kopf und rannte dann los.

Nach fast Stunde hatte Tan endlich die fünfzehn Runden geschafft und warf sich vollkommen außer Atem auf den Boden.
„Geht das jetzt jeden Tag so?“ fragte er, während er nach Luft rang.
„Ja.“ Antwortete Jacc knapp. „Aber du wirst in etwa einer Woche mitbekommen, dass es dir dann leichter fällt.“ Er stand auf und kam zu Tan gelaufen. „Los! Steh auf! Es geht weiter!“ Er lief weiter zu dem Weg, auf welchem sie auf dieses Plateau gekommen waren und las ein paar kleine Steine auf.
„Ich werde die jetzt zu dir werfen und du wirst sie auffangen, oder ihnen ausweichen. Was genau du machen musst, sag ich dir immer, bevor ich den Stein werfe.“
„Hä? Das ist doch...“ Tan stand langsam auf und sah Jacc mit gerunzelter Stirn an. „...kindisch!“
„Nenn es, wie du willst! Wenn du es nach dieser Übung immer noch kindisch findest, können wir ja morgen das Tempo erhöhen. Pass auf! Dem hier solltest du ausweichen!“
Kaum hatte er das ausgesprochen, kam schon ein Stein auf Tan zugeflogen. Im letzten Moment konnte er noch ausweichen, wurde aber am Arm geschliffen.
„Autsch! He. Pass doch auf!“
„Ha! Eher du. Schließlich ist das eine Übung für dich!“ Jacc wog den nächsten Stein schon in seiner Hand und warf ihn dann von sich. Doch diesmal nicht auf Tan zu, sondern etwa drei Meter an ihm vorbei.
„Los! Fang ihn!“ sagte er diesmal nur spöttisch.
Tan blieb an seinem Platz stehen. „Wieso? Denn bekomm ich doch eh nicht mehr zu fassen.“
„Du sollst mir keine dummen Fragen stellen, sondern das machen, was ich sage, wenn du Dagôn helfen möchtest.“
Wieder warf er einen Stein auf Tan zu. Diesmal etwas stärker, als der erste. Doch Tan wich diesmal sofort aus und ließ den Stein an sich vorbei fliegen. Doch schon musste er dem nächsten Stein ausweichen, den Jacc kurz nach dem letzten geschossen hatte.
„Eh! Nicht so schnell!“
Doch Jacc tat genau das Gegenteil. Er schoss immer schneller Steine in dichterem Abstand. Grinsend warf er wieder einen nach Tan. „Super, jetzt bewegst du dich endlich mal!“

Erst, als in Jacc’s Nähe keine Steine mehr lagen, nickte er Tan zu. „Okay. Jetzt bist du genug aufgewärmt. Zeig mir mal, wie gut du im Zweikampf bist.“ Er warf Tan einen etwa zwei Meter langen Stab zu und schwang einen anderen, den er bei sich behalten hatte, mit dem linken Arm. „Ich hoffe, du weißt, wie man damit umgeht.“
„Es geht. Aber das haben wir jetzt seit zwei Jahren nicht mehr im Unterricht gemacht."
„Ich weiß. Weil die Lehrer es für sinnlos fanden. Obwohl es ja genau das Gegenteil ist. So eine Kampfart bleibt den Daccar meist nur noch als einziger Ausweg, wenn sie kämpfen.“
„Ich dachte, dafür sind die Drachen da.“
„Ha. Da denkst du falsch! Drachen werden nicht bei jeder Kleinigkeit zur Hilfe gezogen. Dann bräuchte man keine Daccar, sondern müsste nur die Drachen los schicken. Du solltest jetzt mal einfach alles vergessen, was man dir in den fünf Jahren deiner Schulzeit über Daccar erzählt hat. Davon stimmt nämlich höchstens ein Bruchteil!“
Er ging zu Tan und lehnte sich, nur zwei Schritte vor ihm, auf seinen Stab. „Am besten fangen wir noch mal ganz von vorne an. Auch, wenn dadurch die Zeit noch knapper wird, als sie uns eh schon ist.“ Dann hob er den Stab hoch und forderte Tan auf, ihn mit seinem anzugreifen.

Die beiden verließen erst spät in der Nacht das Plateau, um zur Höhle zurück zu kehren.
„Weiter hinten in der Höhle gibt es abgetrennte Räume. In einem von ihnen kannst du die nächsten zwei Wochen schlafen. Was anderes hab ich hier leider nicht, da ich Besuch ja nicht gewohnt bin.“
Tan nickte müde und tastete sich dann im matten Licht der Fackeln durch den ersten Spalt, den er fand.
„Warte! Nimm eine Lampe mit. Ganz auf Steinzeit leb ich hier nun auch wieder nicht!“ Er hielt Tan grinsend eine Petroleumlampe hin, welche dieser mit misstrauischen Blicken beäugte. „Die ist besser, als nichts!“ Antwortete Jacc auf seinen Blick hin. Dann ging er wieder aus der Höhle.
Tan sah ihm kurz noch nach, ging dann aber weiter ins innere der Höhle. So ein hartes Training, wie heute, hatte er bisher noch nie gehabt. Deswegen hätte er sich am liebsten schon mitten auf dem Plateau oben hingelegt und geschlafen. Doch Jacc hatte etwas dagegen. Hier ist es zu gefährlich für dich, um draußen zu schlafen! - waren seine Worte gewesen. Doch Tan hatte keine Kraft mehr, um zu überlegen, was Jacc damit gemeint hatte. Endlich kam er in einen Raum, wo eine Heumatte lag. Erschöpft legte er sich darauf und schlief sofort ein.
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59

Mittwoch, 17. September 2008, 02:26

„Guten Morgen, du Langschläfer!“ Als Tan mühevoll seine Augen öffnete und im ersten Moment so vom Licht geblendet wurde, dass er nichts sah, suchte er vergeblich nach einer Decke, die er sich über den Kopf ziehen könnte. Doch dann viel ihm wieder ein, wo er war und vor allem, dass er keine Decke hatte. Grummelnd setzte er sich auf, öffnete verschlafen seine Augen und sah in Dagôns mit weißen Schuppen besetztes Gesicht.
Der Drache saß neben Tan und grinste ihn an. „Ich hab gar nicht mitbekommen, dass du dich gestern mit hier rein gelegt hast. Wann seid ihr denn zurückgekommen?“
Tan rieb sich den Schlaf aus den Augen und gähnte dann laut. „Oh. Ich wusste nicht, dass du hier warst. War schon zu dunkel und ich war einfach nur müde. Aber wenn mein Zeitgefühl gestern nicht zu viele Schläge abbekommen hat, musste es etwa gegen zwei Uhr nachts gewesen sein. Wir haben gestern den ganzen restlichen Tag trainiert.“ Er stand wankend auf und schaute sich im Raum um, in dem er war. Er war größer, als er am letzten Abend gedacht hatte. Jetzt sah er auch, dass es an den Rändern des Raumes viel größere und gemütlichere Matten befanden. Er hatte sozusagen auf einem Vorleger geschlafen.
„Ich war gestern so kaputt, dass ich mich auf de erst beste Liegemöglichkeit geschmissen hab. Das Training war die reinste Hölle. Ich glaub nicht, dass ich das noch mal aushalte.“
„Oh...“ Dagôn kratzte sich am Kopf. „Wenn du das schon als Hölle bezeichnest. Er hat noch nicht mal mit dem richtigen Training begonnen. Hat er mir vorhin zumindest gesagt.“
Tan zog die Augenbrauen zusammen, kratzte sich am Rücken und wankte dann neben Dagôn aus dem Raum.

„Na? Auch schon wach?“ Jacc saß auf einem kleinen Fell, welches im inneren neben dem Höhleneingang lag und mahl irgendetwas, was nach Getreide aussah in einer Schüssel. “Wenn du Hunger hast, setz dich zu mir. Jetzt baden lohnt sich nicht, da du nachher eh nass wirst. Wir werden heute ein wenig schwimmen gehen.“
„Hm.“ Tan stöhnte, als er das hörte. „Doch nicht etwa unten in diesem Bach, oder?“
Jacc sah ihn an und lachte auf. „Nein. Wo denkst du hin. Hier in der Nähe gibt es genug Seen. Es wundert mich ein wenig. Du sagtest doch gestern, du wohnst weiter unterhalb dieser Berge in Kims. Warst du nie hier oben, um die sie Gegend anzusehen?“
“Nein. Wir durften nie. Es heißt, dass hier Tiere leben, die uns mit einem Schlag töten können.“
„Na ja. Das ist bisher das erste, was größten Teils richtig ist.“ Jacc hatte aufgehört zu mahlen und reichte Tan jetzt eine kleine Schüssel, in welcher gemahlenes Getreide, Nüsse und kleine Rosinen waren. „Misch das mit etwas Wasser. Ist ziemlich gesund und gibt dir genug Kraft für die nächsten Stunden.“
Tan sah den Inhalt der Schüssel argwöhnisch an. Dann befolgte er Jacc’s Rat und ließ es sich nach einem Moment schmecken.

Als sie fertig mit essen waren, warf Jacc die beiden Eimer zu Tan und sagte grinsend: „Los! Wasser holen! Du weißt ja, wo du es findest.“
Zu Jacc’s Überraschung lief Tan ohne Widersprüche los.
Doch obwohl sich Tan dieses Mal einen leichteren weg gesucht hatte, gab es trotzdem Probleme beim Abstieg. Er kam erst nach etwa zwei Stunden unten an und hatte dann kaum noch Kraft, um wieder nach oben zu kommen. Eine Weile suchte er nach einem noch einfacheren Weg, fand aber nichts.
„So ein …! Muss der so weit oben wohnen?“ Tan kickte aus Frust einen kleinen Stein von sich und lief dann langsam wieder nach oben.
Auf halbem Weg schaute er sich vorsichtshalber um, damit ihn nicht wieder ein Vogel überraschte und lief dann geduckt weiter, da nur wenige Meter über ihn ein Nest lag. Doch als er ein Stück weiter gelaufen war, sah er, dass dieses Nest unbewohnt war. Er kümmerte sich nicht weiter darum. Nur wenig später war er wieder an der Höhle angekommen.
„Wow. Hat dich jemand verfolgt?“ fragte Jacc überrascht, als er Tan sah.
„Diesmal nicht. Ich hab auch dieses mal einen anderen Weg genommen.“ Er stellte die Eimer erschöpft ab und lehnte sich dann an die Wand.
„Schon erschöpft?“
Tan antwortete nicht, sondern schaute in der Höhle umher. „Wo ist Dagôn?“
„Er ist oben auf dem Plateau und trainiert ein wenig. Aber du brauchst gar nicht zu fragen. Wie gehen heute nicht hinauf.“
„Hat ich gar nicht vor.“ Gab Tan wahrheitsgemäß zurück.
Jacc stand auf und schnappte sich einen kleinen Beutel. „Genug ausgeruht! Los geht’s. Das Wasser wartet auf uns!“ Dann ging er raus und rief wieder etwas in der Sprache, die er gestern schon bei Dagôn benutzt hatte.
Tan folgte ihm und sah, dass Cergis angeflogen kam.
„Er wird uns zum See fliegen.“
Tan sah dem Drachen mit hochgezogenen Augenbrauen entgegen. „Aber da passt doch nur einer drauf!“
„Ich weiß. Ich werde ja auch alleine fliegen.“
Überrascht sah Tan zu Jacc. „Wie de…“ Er stockte. Jacc hatte plötzlich zwei Flügel am Rücken, die fast wie Dagôns aussahen.
„Überrascht? Ich hatte doch erwähnt, dass ich ein Halbdrache bin, oder?“
„Aber … wie geht denn das? Wo sind die Flügel, wenn sie nicht … draußen sind?“
Jacc grinste nur und stieß sich dann vom Boden ab. „Frag nicht so viel. Steig lieber auf Cergis und folgt mir.“

Sie flogen etwa zehn Minuten, bis Tan einen kleineren See sah. Am Ufer, nur wenige Meter vom Wasser entfernt, landeten sie.
„Du wirst jetzt ein wenig schwimmen gehen. Wenn du genug Phantasie hast, weißt du, was ich meine.“
„Lass mich raten: Ich darf bis zum anderen Ufer und wieder zurück schwimmen?“
„Hundert Punkte. Und das bitte fünfmal. Natürlich nur, wenn du das schaffst.“
Tan schaute zum See und neigte den Kopf ein wenig nach links.
„Man könnt es versuchen.“
Jacc sah ihn etwas überrascht an. „Gar keine Einwände?“
„Nö. Diesmal nicht.“
Kaum hatte er das gesagt, streifte er sein Shirt ab und lief in das kalte Wasser.
„Wah. Ist das kalt!“ Tan spritzte sich ein wenig mit Wasser voll, lief dann weiter ins Wasser rein und schwamm dann los.
„Seltsam. Gestern war er nicht mit so großer Begeisterung dabei.“
„Wundert mich nicht.“ sagte Cergis. „Schau doch mal an, wie der durch das Wasser flutscht. Könnte man glatt glauben, er sei ein Fisch. Selbst du bist nicht so schnell, obwohl du schon seit Ewigkeiten hier schwimmst.“
Jacc wollte erst antworten, dass er kein Wasserelementar sei, hielt aber dann inne und blickte verwundert zu Tan.
Obwohl Tan eben erst los geschwommen war, hatte er schon mehr als die Hälfte der Strecke zum gegenüberliegenden Ufer zurückgelegt. Was immerhin fast vierhundert Meter weit entfernt war.
„Ich würde es nicht glauben, wenn ich jetzt nicht hier wäre. Der Junge scheint aus Fischhaut zu bestehen. So etwas ist doch gar nicht möglich.“ Jacc kratzte sich verwirrt am Hinterkopf.
Cergis sah ihn eine Weile schweigend an, dann schüttelte er leicht mit seinem Kopf. „Du wirst ihn doch nicht mit Omana oder Loki vergleichen wollen?“
Jacc antwortete nicht auf diese Frage, sondern sah den Drachen nur schweigend an, mit einem Gesichtsausdruck, die Cergis dazu bewegte, noch mehr mit seinem Kopf zu schütteln.

Tan war indessen schon fast wieder bei den beiden angekommen. Er liebte es, zu schwimmen. Schon mit drei Jahren, als er bei seinem Großvater in Rhogaro an der Südküste war, hatte er es geliebt. Das Wasser war schon immer sein Element gewesen. Als er kurz vor dem Ufer war, wo Jacc und Cergis waren, sah er, wie verwirrt und überrascht Jacc ihn ansah. Er kannte diesen Blick. Den hatte man ihm schon sehr oft zugeworfen.
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»Drache. Drache! Nicht Eidechse. Wir machen nicht diesen Quatsch mit der Zunge. Ptzzzsch«

puck

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Mittwoch, 17. September 2008, 02:26

Nachdem er die verlangte Strecke geschwommen war, stieg er leicht an den Rand des Sees zu den beiden. „Soll ich noch ein paar Runden schwimmen?“
Er schien die beiden am Ufer stehenden aus ihren Gedanken gerissen zu haben, denn sie zuckten bei Tans Worten zusammen.
"Hm? Oh. Ja.. Mach das. Es scheint dir ja keine Probleme zu bereiten."
Tan nickte und schwamm noch eine Runde.
Wie bei den letzten Mal schwamm er die Strecke in unglaublicher Geschwindigkeit, wodurch er nach wenigen Minuten wieder an dem Ufer ankam, wo Jacc und Cergis standen. Als er wieder umdrehen wollte, um erneut los zu Schwimmen, rief Jacc ihn zurück. „Das reicht! Du bist genug fürs erste geschwommen. Komm aus dem Wasser.“
Als Tan nach ein paar Sekunden leicht außer Atem vor den beiden stand, fragte Cergis sofort: „Wo zum Teufel hast du so schnell schwimmen gelernt?“
„Bei meinem Opa.“ sagte Tan leicht keuchend.
Cergis schaute ihn daraufhin leicht verwundert an. „War dein Opa etwa mal Schwimmprofi?“
„Nee.“ antwortete Tan Kopfschüttelnd. „Mein Opa lebt an der Südküste von Rhogaro.“
„Und deswegen kannst du so schnell schwimmen?“ fragte der Drache ungläubig.
„Haha. Nee. Ich hab mal für drei Jahre da unten gewohnt. Und da bin ich dauernd schwimmen gegangen. Ich denk mal, dass es daran liegt.“ Tan sah nachdenkend zum Himmel. „Aber so gesehen ist das schon en wenig seltsam.“
„Was ist seltsam?“ fragte jetzt Jacc.
„Naja. Das ich so schnell bin, obwohl ich nur drei Jahre dort gewohnt hab. Aber mein Bruder, der schon von klein auf dort lebt, kann nicht so gut schwimmen kann.“
„Dein.. du hast einen Bruder?“ fragte Jacc erstaunt. „Hast du noch gar nicht erwähnt.“
„Ja. einen Zwillingsbruder. Er ist ein bissel blöd. Weil er der ältere ist, denkt er, er wäre damit auch was besseres, als ich.“
Plötzlich schaute Jacc lächelnd zu Cergis. Rhag agtam otora esc! sagte Cergis in der Sprache, die Jacc schon ein paar Mal benutzt hatte, Tan aber nicht verstand. Jacc nickte.
„Sag mal." Wandte sich Jacc wieder an den Jungen. „Ist dein Vater auch dort im Süden aufgewachsen? Oder etwas anders gefragt: heißt dein Großvater, der in Rhogaro lebt, auch mit Nachnamen Omana?“
Tan nickte. „Ja. Wieso fragt ihr?“
„Ach nichts. Wenn meine Vermutungen richtig sind, wird sich das sowieso bald alles auflösen.“
„Was auflösen?“ fragte Tan sichtbar verwirrt.
„Ach weißt du.“ sagte Jacc lächelnd, „Dein Nachname, also Omana, ist schon ziemlich alt. Er erinnert mich an früher.“
Man sah an, dass Tan diese Aussage nur noch mehr verwirrte. Doch Jacc ließ ihn auf diesen Worten sitzen. „Okay. Genug geplaudert. Wir sind hier nicht zum Schwatzen, sondern zum Schwitzen. Hast du dir den Weg von der Höhle bis hier her gemerkt?“ fragt Jacc lächelnd.
„Äh. Ja. Zum Teil. Wieso fragst du?“
„Ganz einfach. Weil du jetzt den Weg zurück alleine laufen wirst. Und zwar im Dauerlauf. Wir werden an der Höhle auf dich warten. Lass dir nicht zu viel Zeit, sonst bekommst du kein Essen!“
Tan wollte etwas darauf antworten, doch Jacc und Cergis flogen im selben Moment los.
„Verdammt. Hätte ich doch nur nee gesagt.“ grummelte Tan und lief los.

Die Zeit, die er Hinzu gebraucht hatte, war schon zig male vorbei. Doch Tan war noch nicht sehr weit gekommen.
„Verdammt noch mal!“ schrie er plötzlich. „Hier war ich doch vorhin schon mal vorbei gekommen!“ Tan stand auf einer Art Kreuzung, die sich um ihn herum in drei Richtungen aufteilte. Rings herum war sie, wie der Rest der Gegend, von meterhohen Felsen umgeben. In der Mitte der Kreuzung stand eine Alten Eiche, die fast nur noch aus der Rinde bestand. Ein paar Löcher zeigten, dass sie innen schon hohl war. „Irgendwie muss man doch wieder zu dieser blöden Höhle kommen.“ grummelte er. „Der hat es gut. Kann mit Flügeln fliegen. Solche hätte ich auch gern. Dann würde ich hier jetzt nicht fest sitzen.“ Tan atmete laut aus und lief dann weiter. Nur diesmal wählte er den linken Weg, mit der Hoffnung, nicht wieder an diesem Ort herauszukommen.
Doch auch mit dieser Wahl hatte er nicht viel Glück. Er landete zwar nicht wieder bei der Eiche, dafür breitete sich plötzlich vor ihm eine Schlucht aus, die etliche Meter tief war und unten von einem Fluss abgeschlossen wurde. Nur links und rechts an den Felsen konnte man erkennen, dass sich dort einmal eine Halterung für eine Hängebrücke befunden haben musste.
„Verd…“ Tan schluckte den Fluch, der ihm auf der Zunge lag, runter. „Toll. Und wie soll ich jetzt hier rüber kommen?“
Wütend kickte er einen kleinen Stein, der neben ihm lag, den Abgrund runter und wollte wieder umdrehen, als er hinter sich ein Knurren hörte.

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Ende 3. Kapitel 8)
(verdammte zeichenbegrenzung :huh: ..ach sei sie doch verflucht! )
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