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waldnymphe

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81

Mittwoch, 24. September 2008, 15:25

ooooooooooch, menno, schon wieder vorbei! aber von den indizien her war klar, dass tan ein halbdrache ist. cool!
bin schon gespannt, wie es weiter geht!
meine und ich freuen uns über jeden besuch
waldnymphe

82

Mittwoch, 24. September 2008, 17:53

@puck: du weist ja sicher wie der spruch weitergeht oder?

Stread

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83

Mittwoch, 24. September 2008, 18:06

Das der ein Halbdrache ist wurde mir auch schnell bewusst.
Wann kommt die Fortsetzung.

puck

Rhonokaloke

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84

Mittwoch, 24. September 2008, 21:25

nein jimbo ..ö.ö
wie denn? :D

und stread..nun drängel mal nicht so..xD
is ja nicht mal ein Tag her, dass ich das neue Kapitel rein gestellt habe.. :huh:
[Das Drachental]
»Drache. Drache! Nicht Eidechse. Wir machen nicht diesen Quatsch mit der Zunge. Ptzzzsch«

85

Mittwoch, 24. September 2008, 21:34

... doch ich mag es lang und dick^^

puck

Rhonokaloke

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86

Mittwoch, 24. September 2008, 21:37

[Das Drachental]
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87

Donnerstag, 25. September 2008, 07:31

Hm bin gespannt wie lange Jimknopf den spruch weiter so mag wenn er mal an die richtigen Leute kommt. ;) :D :D :D
Folgt dem Link und ihr kommt zu einer kleinen lieben süßen absolut umwerfenden einfach nur großartigen Drachendame.Calla I Naur

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Stread

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88

Donnerstag, 25. September 2008, 07:51

lang und dick :D :D :D

89

Donnerstag, 25. September 2008, 11:06

is aus nem lied... geht ihr nicht mal im winter skifahreen? buw apre-ski^^

90

Donnerstag, 25. September 2008, 12:09

Nö nicht wirklich mache um beides einen großen Bogen.Bin da lieber im gelände und im Wald mit wenig Leuten oder allein.
Folgt dem Link und ihr kommt zu einer kleinen lieben süßen absolut umwerfenden einfach nur großartigen Drachendame.Calla I Naur

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puck

Rhonokaloke

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91

Donnerstag, 25. September 2008, 12:13

Ein männlein steht im Walde ...*summ*

:D
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92

Donnerstag, 25. September 2008, 13:13

Jaja bloss leider trifft der Rest von dem Lied nicht wirklich auf mich zu.Bewege miche igentlich immer die ganze Zeit. :D :D :D
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linus

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93

Freitag, 26. September 2008, 17:18

puuuuuuck!!!
Schreib weiter!!!
jetzt haben wir doch wieder genug gewartet...
*lesesüchtig geworden ist*
Hinterlasst bitte ein paar Geschenke:Gleadr Temeraire Levitas
Besucht meine Gilde: Gilde VS Fragen an Darcon

94

Freitag, 26. September 2008, 17:24

anscheinend müssen wir uns noch mindestens bis montag gedulden...

puck

Rhonokaloke

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95

Freitag, 26. September 2008, 18:27

*ding* *dang* *dong* Kein Anschluss unter dieser Nummer *ding* *dang* *dong* Kein Anschluss unter dies....

:whistling:

(Montag wieder... bin nun das gesamte WE nicht zu erreichen...*kicher* )
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linus

Junger Drache

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96

Freitag, 26. September 2008, 19:01

Fies...
müssen wir eben warten...
Hinterlasst bitte ein paar Geschenke:Gleadr Temeraire Levitas
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puck

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97

Samstag, 27. September 2008, 12:08

:whistling:
-Kapitel 5-

Jacc und Tan standen am Rand des Plateaus, auf dem Tan am ersten Tag trainiert hatte. Vor ihnen befand sich eine etwa zehn Meter breite Schlucht, deren Boden man nicht sehen konnte. Etwa zwanzig Meter in der Tiefe stand eine Art Nebelwand, die den Blick auf tiefer gelegenes blockierte. Nur von sehr leise hörte man ein Grummeln, was scheinbar von einem Fluss stammte, der sich weit unten durch die Berge schob.
Hier nun sollte Tan lernen, mit seinem Blut umzugehen. Doch ein klammes Gefühl in seiner Magengegend sagte ihm, dass er sich nicht all zu sehr darauf freuen sollte.
„Bist du bereit?“ Jacc hatte seine Drachenflügel wieder draußen und sah, wie in Gedanken versunken, in die Tiefe.
Tan nickte zögernd. Doch dann schüttelte er sofort mit dem Kopf. „Nein ... ich ... ich weiß doch gar nicht, wie ich diese Flügel und alles aus meinem Körper herausholen soll und ...“
Weiter kam er nicht. Jacc hatte ihn plötzlich gepackt und nach vorne geworfen. Direkt in die Schlucht. Jacc rief ihm etwas zu, aber der Wind verzehrte die Worte, sodass er nicht verstand, was es war.
Tan war vor Schreck viel zu gelähmt, um irgendwie zu reagieren, oder auch nur um Hilfe zu schreien. Voller Furcht hatte er seine Augen geschlossen, um nicht zu sehen, wohin er fiel. Doch als er seine Augen wieder öffnete und direkt in die Tiefe sah, überkam ihn plötzlich wahnsinnige Angst. Das jedoch löste etwas in seinem Körper aus. Er spürte eine gewaltige Kraft durch sich fließen und plötzlich kam es ihm so vor, als schwebe er.
Doch was ihm zuerst nur so vorkam, war Wirklichkeit. Er schwebte. Verwirrt sah er nach oben, da er glaubte, Jacc wäre ihm gefolgt und hätte ihn aufgefangen. Doch der stand noch oben auf dem Plateau. Stattdessen versperrten andere Flügel seine sich. Solche, wie Jacc hatte. Nur waren sie an seinem Körper.
„Was...?“ Tan erstarrte. Er hatte Flügel! Klar. Schließlich war er jetzt selbst ein Halbdrache. So, wie Jacc. Er konnte es nur irgendwie nicht glauben.
„... egen!“
Tan hörte, dass Jacc ihm etwas zurief. Doch hatte er nur den letzten Fetzen verstanden. Aber selbst so wusste er, was das heißen sollte. Er war aus seiner Erstarrung erwacht und versuchte nun langsam, seine Flügel zu bewegen.
Was aber eindeutig leichte gesagt, als getan war. Durch seine plötzliche Bewegung verlor er das Gleichgewicht und taumelte nun mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft genau auf die Felswand vor ihm zu, ohne sich irgendwie abbremsen zu können.
Doch kurz, bevor Tan auf der Wand aufschlug, merkte er, wie sich ein Paar Arme um seinen Oberkörper schlangen.
„Wah!“
„Ruhig!“ Jacc stieß sich mit einem Flügelschlag von der Tiefe ab und flog, mit Tan im Arm, wieder nach oben.

„Warum hast du nicht das gemacht, was ich dir zugerufen habe?“ fragte er ein paar Minuten später oben auf dem Plateau.
Tan saß weit in der Mitte dessen, um sich sicher zu sein, dass er nicht wieder dort runter fallen konnte. Er war ein wenig benommen und schaute mit einem seltsam leeren Blick in den Himmel. Er konnte es noch nicht so richtig glauben, was er da gerade durchgemacht hatte.
Er schüttelte plötzlich seinen Kopf, wie als wenn er damit hoffte, all das zu vergessen.
„Hey!“ Jacc kam ein paar Schritte auf ihn zu und kniete sich vor ihm nieder. „Wäre ich nicht in letzter Sekunde zur Hilfe gekommen, wärst du mit voller Wucht gegen den Rand geflogen. Was sollte das? Wieso hast du ni...“
„Wieso zum Teufel hast du mich da runter gestoßen?“ unterbrach ihn Tan. Er blickt ihn wütend an. „Hätte ich diese Flügel nicht plötzlich gehabt, wäre ich jetzt nur noch ein Fettfleck irgendwo am Boden dieser Schlucht!“
Er bemerkte, dass seine Hände plötzlich angefangen hatten, zu zittern. Er hielt seine Knie fest, um es aufzuhalten, doch stattdessen wurde es noch schlimmer. Sein ganzer Körper fing langsam an und steigerte sich noch ein wenig. Mit Schmerz verzogenem Gesicht und zugedrückten Augen krümmte er sich immer mehr nach vorne, sodass er fast vorüber kippte. Jacc fing ihn auf und legte seine Handfläche auf sein Gesicht. So saßen sie ein paar Sekunden regungslos da, als Jacc leise etwas flüsterte, wovon Tan nur ein paar kleine Bruchstücke heraus hörte. Der alte Halbdrache sprach wieder in dieser seltsamen Sprache. Doch nur wenige Sekunden danach hörte das Zittern nach und nach auf und ein paar Augenblicke später war es vollkommen verschwunden.
„Tut mir leid. Ich wusste nicht, dass dir das so sehr auf den Magen schlägt. Aber auch so hätten wir etwas in der Richtung durchführen müssen. Es kann sehr gefährlich sein, wenn man das Blut nicht vollständig erweckt.“
„Aber...“ Tan hielt sich seine Hand vor den Mund, als wenn ihm plötzlich schlecht werde. Dann sah er mit gequältem Blick zu Jacc.
„Ich… ich glaube nicht, dass ich mich zum Halbdrache eigne. Ich ... ich kann nicht Fliegen!“ Den letzten Satz hatte er mit gesenktem Blick ausgesprochen.
„Ach was!“ Jacc sah ihn etwas lächelnd an und legte seine rechte Hand auf Tans Schulter. „Es kann nicht jeder sofort fliegen! Selbst ich brauchte eine ganze Weile, bis ich es konnte. Auch, wenn es von klein auf ist.“
„Das ist es nicht.“ Tan schüttelte vorsichtig seinen Kopf. „Ich… ich habe Höhenangst!“
Jacc riss vor Überraschung seine Augen auf und blickte den Jungen verwundert an. „Aber du bist doch schon ein Paar Mal geflogen. Auf Dagôn und… und auf Cergis. Da hattest du doch auch nicht…“
„Doch! Aber nicht so doll, dass mir gleich schlecht dabei wurde. Ein wenig mulmig schon. Aber ich hab darüber nicht weiter nachgedacht, zu dem Zeitpunkt zumindest. Erst ab einer gewissen Höhe und Geschwindigkeit.“ Er sah zum Rande der Schlucht und wieder zu seinem Lehrer. „Und das eben lag sehr weit über diesem Punkt!“
„Und wieso hast du mir das nicht vorher gesagt? Dann hätte ich einen anderen Weg gesucht, um dein Blut vollkommen zu erwecken.“
„Ich hatte es vergessen.“ Gab Tan kleinlaut zu. „Ich wusste zwar, dass da irgendwas war, was in mir Alarm schlug, aber den Grund dafür hatte ich irgendwie vergessen.“
„Wie zum Teufel kann man vergessen, dass man Höhenangst hat?“ fragte Jacc mit hochgezogenen Augenbrauen. „So etwas vergisst man doch nicht.“
Tan zuckte nur mit seinen Schultern. Er wusste ja selbst nicht, wieso er seine Höhenangst vergessen hatte.

Nach einer kleinen Ruhepause stellte sich Jacc wieder aufrecht hin und sah nachdenklich in die Richtung der Schlucht. „Zumindest kannst du jetzt deine Flügel herausholen. Das ist schon mal ein großer Schritt. Nur haben wir jetzt dafür ein neues Problem.“ Er kratzte sich an seinem Hinterkopf und sah seufzend zu Tan herunter, der noch immer zusammengekauert auf dem Boden saß.
„Ich hatte aber auch erwähnt, dass es Schmerzhaft werden könnte. Die schnelle Variante der Erweckung ist nicht allein der Energiestoß! Da kommt noch so einiges auf dich zu. An erster Stelle steht jetzt die Tatsache, dass du mit deinen neuen Fähigkeiten klar kommen musst. Und das am besten so schnell, wie möglich.“
Er tätschelte Tan ein wenig auf den Kopf, worauf dieser mit mürrischem Blick zu ihm aufsah. Doch Jacc grinste daraufhin nur.
„Was denkst du? Kannst du jetzt weiter machen?“ fragte er knapp, als Tan ebenfalls aufstand.
„Ja. Ich denke schon. Aber nur solange ich nicht wieder in die Schlucht geworfen werde.“
„Nun. Was das angeht, kann ich dich beruhigen.“ Sagte Jacc lächelnd. „Zu aller erst wirst du dich wohl an das neue Gewicht gewöhnen müssen. Ich denke mir mal, dass du momentan so einige Probleme damit hast, nicht nach hinten zu kippen. Das Gefühl wirst du vor allem am Anfang haben, wenn du deine Flügel draußen hast. Aber keine Angst! Nach einer Weile wirst du dich immer mehr daran gewöhnen und dann ganz von selbst ein Gegengewicht erstellen.“
„Und wie genau kann ich mich daran gewöhnen?“ fragte Tan unsicher. Er hatte in der Tat Probleme, so ruhig zu stehen.
„Indem du sie jetzt die ganze Zeit draußen lässt. Zumindest erst einmal für die nächsten Tage. Und wenn du das Gewicht nicht mehr aushalten kannst, solltest du dich hinlegen. Die Flügel dabei aber draußen behalten.“
„Und wie soll ich da bitte schlafen?“
„In dem du dich ganz einfach auf den Bauch legst. Oder kannst du das nicht?“ Den letzten Satz hatte er mit einer Mischung aus Lächeln und Grinsen gesagt. Er schüttelte mit seinen Kopf, als Tan darauf etwas antworten wollte und drehte sich gleichzeitig mit seinen ersten Schritten zum gehen um. „Na los! Weiter geht’s!“
Tan grummelte noch etwas leise vor sich hin und erhob sich dann langsam schwankend.
„Weißt du noch, was du hier am ersten Abend gemacht hast?“ fragte ihn Jacc, währen er grinsend ein paar kleine Steine zusammen suchte.
„Nein!“ schrie Tan ihn regelrecht an. „Bitte nicht!“
Jacc sah auf und schüttelte seinen Kopf. „Diesmal musst du sie nur fangen. So wie du noch herum torkelst, würdest du nicht einem wirklich ausweichen können. Und dadurch tätest du dich am Ende nur verletzen.“
Er wog einen der Steine in seiner rechten Hand und hob erwartungsvoll seine Augenbrauen. „Bist du bereit?“
„Nein. Natürlich nicht.“ Antwortete ihm der Junge treuherzig. Er hatte Mühe, auf einer Stelle stehen zu bleiben ohne nach hinten zu kippen. Als Jacc den ersten Stein warf, hatte er Probleme, sich überhaupt in die gewünschte Richtung zu bewegen.
[Das Drachental]
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puck

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98

Samstag, 27. September 2008, 12:09

Die beiden waren am späten Abend wieder in der Höhle und Tan schlang fast ohne zu kauen sein Essen herunter, so hungrig war er. Indessen hatte er, sehr zu Jacc’s Überraschung, kaum mehr Probleme, sein Gleichgewicht zu halten. Zumindest war es so, wenn er saß. Auch Dagôn und Cergis schauten ihn voller Bewunderung an, was er jedoch nicht mitbekam. Das Essen war ihm in dem Moment eindeutig wichtiger.
„Das Training scheint dir ja einen recht gesunden Appetit zu verschaffen.“ Neckte Dagôn ihn. „Was stellst du mit ihm alles an, dass er so schlingt?“ Er sah zu Jacc, der den Drachen nur angrinste.
„Lasst ihn essen! Er braucht Energie für Morgen. Denn das, was er heut den ganzen Tag über gemacht hat, wird er wohl auch in den nächsten Tagen machen müssen.“ Er sah zu dem Jungen. „Wenn er weiter solche Fortschritte macht, können wir in ein paar Tagen etwas Neues probieren.“
Tan sah zum ersten Mal von seinem Essen auf und kniff die Augenbrauen zusammen. „Wasch meinschd…“ er schluckte das Essen in seinem Mund schnell runter und musste dadurch kurz husten. „Was meinst du damit?“ fragte er schließlich.
„Das wirst du spätestens dann sehen, wenn es so weit ist.“ Jacc stand auf und ging zu dem kleinen Schrank, der nur wenige Meter von ihnen stand. Tan folgte seinen Bewegungen neugierig und sah ihn fragend an, als er mit seinem Notizheft an seinen Platz zurückkehrte. „Dagôn, wir müssten nachher einmal unter vier Augen miteinander reden.“ Jacc sah kurz zu dem Drachen auf, der ihn indessen ebenfalls fragend ansah.


Weit im Osten tauchte gerade Lumara hinter den Gebirgsspitzen auf, welcher durch die letzten Sonnenlicht noch blasser wirkte, als sonst. Tan saß eine ganze Weile später am Rande des Plateaus und sah in Gedanken versunken in die Tiefe. Der alte Halbdrache trat still neben ihn und setzte sich im Schneidersitz zu ihm. „Zu so später Stunde noch hier draußen? Und ganz allein?“ fragte er in die Stille. „Du solltest lieber schlafen gehen, damit du morgen ausgeschlafen bist.“
Tan sah zu ihm und lehnte sich dabei etwas, von seinen Armen gestützt, nach hinten. „Ich frag mich, was mein Großvater wohl dazu sagen wird.“ Meinte er leise. Oder meine Eltern. Oder …“ er hielt inne und sah zum aufgehenden Mond. „Könnte es sein, dass sich auch mein Bruder zu einem Halbdrachen werden könnte?“ fragte er unsicher.
„Warum nicht? Ihr seid, wie du sagtest, eineiige Zwillinge. Da wird er sicher auch die Möglichkeit dazu haben. Aber wie bei dir, kommt es bei ihm darauf an, ob er es denn überhaupt will. Jetzt mit dem Wissen, wie es war, als das Blut in dir erwachte, würdest du dich noch einmal für diesen Weg entscheiden?“ er sah den Jungen neugierig an.
„Ich weis es nicht. Bestimmt. So schlimm war es ja eigentlich gar nicht.“ Er beugte sich nach vorne und schaute wieder in die Tiefe. „Als Dagôn mir das erste Mal von Halbdrachen erzählt hatte, konnte ich mir irgendwie gar nichts darunter vorstellen. Oder zumindest hatte ich nicht erwartet, dass sie wie normale Menschen aussehen.“ Er lächelte verlegen zu Jacc auf. „Und nun, nur wenige Tage später bin ich selbst einer. Das ist irgendwie …“ er suchte nach einem passenden Wort dafür und merkte, dass der alte Halbdrache eine Hand auf seine Schulter gelegt hatte.
„Nun. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich weis, wie du dich fühlst. Aber ich kann es mir gut denken.“ Gab er lächelnd zurück. „Du bist nicht der erste, dessen Blut ich geweckt habe. Und du wirst sicher nicht der letzte gewesen sein.“
Tan stieg eine Frage im Kopf auf. „Wenn man nicht wissen kann, wer alles Drachenblut in sich hat, kann es da nicht eigentlich aus sein, dass es gar keine Menschen mehr ohne solchem Blut gibt?“
„Vielleicht. Niemand kann das so genau sagen. Wobei.“ Er überlegte einen Moment lang. „Doch. Es gibt sicher noch Vollblutmenschen. Denn so, wie es ein Gebiet gibt, in welches nur Drachen dürfen, gibt es auch ein Gebiet, in das nur Menschen können. Und die waren und sind sehr misstrauische gegenüber Fremden.“ Er grinste etwas verlegen. „Und das war schon immer so. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, wo ich gezwungen war, für kurze Zeit dort zu sein.“ Plötzlich verstummte er und senkte traurig seinen Blick. Leise fuhr er fort. „Lang ist es her. Wenn man mich fragt, zu lang, um überhaupt noch lebender Zeitzeuge sein zu dürfen. Aber wer fragt schon jemanden, wie mich.“
Er sah wieder zu Tan und hatte nun ein lächeln auf den Lippen. „Es ist seltsam. Dort draußen in der Welt gibt es Menschen, die sich nichts mehr wünschen, als ewig leben zu können. Und so einer wie ich es bin, wünscht sich ein kurzes leben.“
Tan sah ihn in Gedanken versunken an. „Wie alt bist du eigentlich?“
Jacc schaute überrascht auf. „Oh. Wenn ich dir das sagen könnte.“ Er zog verlegen an einem seiner Ohrläppchen und schaute in den Sternenbesetzen Himmel, als wenn er dort die Antwort finden könne. „Ich hab vor Ewigkeiten aufgehört, die Jahre zu zählen. Denn wenn man unter Drachen aufwächst, achtet man da nicht wirklich weiter drauf. Entscheidend sind da nur die ersten zweihundert Jahre. Denn wer die dann endlich hinter sich hat, darf sich mit zu den großen Drachen zählen.“
„Dagôn sagte mir, dass er dich schon kennt, seit er klein war. Und er ist auch über zweihundert Jahre alt. Bist du … dann noch viel älter, oder …?“ er brach verlegen ab.
„Nun. Falls du irgendwann einmal seinem Vater begegnen solltest, was durchaus möglich wäre…“ er grinste ihn plötzlich mit einem seltsam wissenden Gesichtsausdruck an. „Und er dir sein eigenes alter nennen kann, wird es mir auch möglich sein, zu sagen, wie alt ich bin.“
Jacc stand nun auf und Streckte seinen Körper. „Nun wird es aber Zeit! Du solltest schlafen gehen, damit du morgen bei Kräften bist.“
Auch Tan war aufgestanden und suchte noch nach seinem Gleichgewicht. Leicht nach vorne gebeugt begab er sich auf den Weg in die Höhle und sah noch im Augenwinkel, dass der alte Halbdrache sich wieder neben den Höhleneingang gesetzt hatte. Nicht zum letzten Mal fragte er sich, ob dieser eigentlich überhaupt schlief.

-Ende Kapitel 5-
[Das Drachental]
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Stread

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99

Samstag, 27. September 2008, 13:15

Danke puck :thumbsup: :thumbsup:
Aberich dachte du bist übers WE nicht da?

puck

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100

Samstag, 27. September 2008, 13:53

na ja. is was dazwischen gekommen *grummel*

freut euch doch lieber statt dessen :huh:
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